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      Steckbrief
Name:  Zafer
Alter:   ~ 39
Spitzname: Z. 
Passion: Unterhaltung
Seit: ?
Nicht mehr seit:ca.2010
Website: ---
Kontakt: ?
Zitat:
"Arme Menschen geben am meisten ab"
      Profile
Name:  Z.
Age:   ~ 39 
Passion: Entertainment
Since: ?
Last active: ~2010
Website: ---
Contact: ?
Quote:
"Poor people share the most" - he said that in one of his videos.

Reale Geschichte eines geborenen Unterhaltungskünstlers, der leider heroinabhängig wurde.

Den ich hiermit an mich erinnern will und hoffentlich eines Tages zurück zu seiner Leidenschaft verhelfen kann. "Egal in welchem Zustand du dich befindest, ich sehe Hoffnung und Wege..."

 

Die folgende Geschichte is ein dramatisches Beispiel. Deine Geschichte muss nicht dramatisch sein, FAILSAVE hat keine spezifische Zielgruppe fern dieser des Wunsches nach Integration als Künstler. Es geht bei FS darum das drama zu verhindern und den Traum zu verwirklichen.

 


 

Als ich eines Tages mit Scooby, meinem Fahrrad und einem Rucksack voller Kleidung durch Köln radelte und nach Bedürftigen ausschau hielt, fuhr ich zwischen Ladenkolagen durch eine schmale Tunnelpassage in den kurvenden Hinterhof, in welchem sich ein paar Obdachlose angesiedelt hatten. Die Gruppe hatte sich eine interessante Zeltkonstruktion gebaut, in der sie gemeinsam lebten: Ich war irgendwie beeindruckt. 

Ihre Anführerin (warum ich sie so nenne werdet ihr gleich erfahren) lehnte mein Angebot zunächst ab - Ihr Misstrauen ging zu Recht gen unendlich. Weitere Anwesende reagierten jedoch freundlich und erzählten von Jemandem aus ihrer Gruppe, der zu diesem Zeitpunkt nicht vor Ort war, jedoch womöglich in den neuen Pullover passen würde, den ich noch am Körper trug

(Fast alles was ich in dieser Zeit verschenkte war Neuware, die: ich nur ein mal bis zum Moment des Verschenkens trug, um dann, wenn es vom neuen Besitzer getragen wurde, das nächste Kleidungsstück für einen weiteren Bedürftigen, bereits auf dem Foto mit dem aktuellen Bedürftigen zu tragen, sodass eine Verbindungskette auf den Bildern entstehen konnte). 

Und deshalb, wegen der Kamera, war das Misstrauen der "Anführerin" auch so groß. "Ihr versteht es einfach nicht, ihr heile Welt Leute! taucht einfach auf, dringt in unser Leben ein, glaubt mit eurem scheiß Materialismus "gutes" zu tun und behauptet auch noch es wäre umsonst während ihr die scheiß Kamera aufbaut, um für eure Darstellungszweck Fotos zu machen, um es zu veröffentlichen und Geld zu machen und euch als die sozialen Helden feiern lasst und schön weiter heile Welt lebt "nächstes Projekt"!" < Das sind meine Worte, die ich immer mit mir herum trage und auch an dem Tag versuchte zu kommunizieren. Ich versicherte, dass ich die Fotos niemals jemanden zeigen würde.


 

Tatsächlich habe ich kein einziges der Fotos jemals jemandem gezeigt, bis auf den Auschnitt hier im Z. Profil, was dem Zweck dient, dass er sich vielleicht erinnert und mich kontaktiert, falls er wie durch ein Wunder noch lebt und hier im Internet landen sollte... "Jede kleine Chance nutzen, denke ich mir". 

 

Aber ich habe ein paar der Fotos abgezeichnet, wenn ihr die Reise zum Mittelpunkt des Suizid gesehen haben solltet. Jedoch in veränderter Form, die Gesichter, Namen und Orte! Und das illustrationsreiche Werk "Die Reise..." war damals, als ich die Fotos schoss, nicht geplant. Ich hatte keinen anderen Plan für die Fotos, als sie in mein Tagebuch, das Magic-Book, zu kleben, was ich tat. Ein Foto allerdings, zeichnete ich nie ab: das von Z.! weil ich es versprach. Erst hier in diesem Profilausschnitt brach ich das Versprechen.

Die Begegnung,

 

als er plötzlich in der Hofpassage auftauchte, war für mich sehr bewegend. Sein Gesicht war träge, abwesend, seine Augen nur um einen Schlitz geöffnet und seine Hände geschwollen - Frischer Schuss, nehme ich an. Die Kommunikation war daher etwas erschwert. Besonders als das Misstrauen der "Anführerin" plötzlich aus dem Nichts wieder ins Unermessliche stieg, sodass sie anfing wütend auf ihn einzureden, während er bereits den Pullover überzog. Sie wurde immer lauter und wütender und wirkte kontinuierlich auf ihn ein, wie diese oft dargestellte böse Teufelsstimme im Hinterkopf, wie bei Gollum aus Herr der Ringe (So empfand ich es damals). Also nicht ihn, er war einfach nur ein unschuldiger Mann auf Heroin, sondern lediglich der Einfluss ihrer wütenden Stimme, die wie in Herr der Ringe gezielt auf das gute Wesen einwirkte, seinen Willen brechen wollte. Er wusste kaum wie ihm geschieht, zweifelte dank ihr an dem was er fühlte aber versuchte dennoch weiterhin den Pullover anzuziehen.

Und jetzt kommts

Ich trug das erwähnte Magic-Book bei mir, in welches ich, diejenigen denen ich etwas geben durfte, hineinschreiben ließ - Was auch immer sie schreiben wollten. Er schrieb: "Mach weiter so". 

Als ich das gelesen habe kamen mir fast die Tränen, weil es so sehr zu dem gepasst hat, was ich spüren konnte: Er war noch da, irgendwo tief in ihm unter der Heroinhölle. Niemandem der sich Mühe gibt und kreativ ist darf so etwas geschehen. Und ich habe gute Ideen, wie ich Z. helfen könnte (falls er noch lebt), da ich gesehen habe, was er früher mal gemacht hat, auf Video!

 

Denn das eine Gruppenmitglied erzählte davon, dass Er stolz davon erzählte, was er früher tat - Es hatte auch mit Kamera zu tun. 

Daraufhin suchte ich im Internet und fand das Video, den jüngeren Mann, den Mann der Worte "Mach weiter so!". Es hat mich zerrissen. Denn er war früher wirklich besonders lebendig, sympathisch und geboren für das, was er tat. Er hätte im TV mit seiner eigenen Show landen müssen! Es wäre eine Show mit einem guten Menschen gewesen... 

Ich werde seine Geschichte ab jetzt wieder wahren, bis er mich darum bittet ihm zu helfen, falls er sich erinnert und hoffentlich hier meldet vimosa.failsave@gmail.com (Bewerbungen jetzt schon möglich).

Ich kenne seine Geschichte ansonsten gar nicht und doch kenne ich sie:

Man hat eine gute Phase, Leute unterstützen einen, finden einen gut. Aber: man muss es aufrecht halten, muss nachlegen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Und man macht und tut und versucht und fragt sich irgendwann, warum es zu keiner Sicherheit führt, obwohl viele, alle denen man begegnet, einen doch so gut finden? Irgendetwas fehlt. es steckt in den Genen und es gibt keinen Failsave - Die Privilegsschicht ist abgeschlossen, hat genug Leute. Man ist unterschwellig konstantem Druck ausgeliefert, Existenzangst, ungewisse Zukunft, bis es an die Oberfläche dringt. Und wenn der gute Anfang, dessen was man tut, nicht zum Durchbruch führt (was nicht ein mal Geld bedeuten muss, sondern: die Sicherheit dass man es weiter machen können darf oder gar soll, durch starken Support), dann interessieren sich immer weniger Leute für einen, als natürliches Resultat der Zeit - es schwindet, neue Leute rücken in das Licht. Und Jemand bleibt im Schatten zurück, der sich natürlich über ihn legt. Und "Helfen", das ist das Letzte was Zeitzeugen tun wollen, damit Jemand weiter tun kann, was einen kurz zuvor noch zum Strahlen brachte, wofür man sich vielleicht Wochen zuvor noch befürwortend vor einer Kamera aussprach, gelächelt, mit Worten geschmückt und Händegeschüttelt hat: "Der wird Wege gehen". Ja wird er, im Schatten, wo ihn niemand mehr sehen wird, egal was er tut, denn er hat das kleine Zeitfenster verpasst.

Aber egal ob IN or Out, wenn auch nur irgendjemand wirklich da ist im Leben, dann landet man nicht auf Heroin in der Gosse.


 

Oder schwer krank in Isolation... 

Update (3 Monate nach VIMOSA-Gründung):

Die ersten Künstler sind dabei, sind Freunde, von hier kann es nur aufwärts gehen - wenn ihr uns unterstützt. Checkt die Musik in der Profil-Navigation oben links. Peace

Z, the first introduced artist, part of what lead me to create Failsave.

 

The following story is a rather dramatic example - your story doesnt have to be that dramatic. Failsave focuses on preventing the drama, helping you to have the time of your life with your art.

In 2016, long before anything close to VIMOSA, i gave away clothes to poor people. There i met a group of homeless in a backyard alley, where they were living in a greatly selfcontructed shelter - i was impressed. 

When i started to talk to them, a women in her 50ths, who appeared to be the leader, she didnt trust me nor my intentions and wanted to get rid of me - Maybe because i was carrying camera equipment. But in general she misstrusted me "another dellusional privileged who comes into our lifes, thinking he is helping, then he goes back to life, save easy life to forgett them".

What she didnt know was that i had been homeless myself and my way back to society continued on freedom.

So she had no interest in a wam pullover and spoke for the group, saying "we dont want anything!".

But then she suddenly said: "Maybe "Z" is interested, he did something with cameras, he told me, made a show or something, i dont know".

Since the other present group members were friendly, probably sensing i was one of them, they started to tell me a little bit more and told me the mentioned man would be back soon, maybe in an hour - When he suddenly appeared.

Yet he was mostly physically present, since he just shot heroin.

 

So i started to communicate, offering him a blue pullover, showing it to him. He slowly responded, kind of interested, yet still processing if he should try it on right now. While I said "Look I am wearing the same pullover (in red), and we could make a picture together wearing partner-dress, but you dont have to, you can have the pullover without. That picture would be just for my little diary". 

Since he appeared to be more interested in the red one I was wearing I asked if he would rather like to have the red one - He agreed.

So i undressed it, and gave it to him. After which we both dressed. 

Now he was wearing the red pullover and i was wearing the blue one and i asked again, if he would like to take a picture together - He agreed.

What i left away now was, that during our little isolated talk around the pullovers, the leader constantly made noise, kind of evil. I dont want to say anything bad about a homeless women who sure had to endure alot, but she was like the evil voice in his head, intensly influencing him. Out of her perspective, as I could feel, it was probably intended to protect, like the strong care-taker who makes sure the group survives.

But the men now wearing a blue cosy pullover was the wrong for that influence, he wasnt supposed to have a voice like that in his head. I didnt know his past yet, i dint know what he was doing, yet i felt something deep inside of him was connecting to me and fighting her influence! - he didnt wanted to be there, and especially she kept him, a strong women, giving him the feeling she protects him, so that he can... shoot heroin?

despite her tryings to prevent him from taking the picture, he wanted to.

And so it took place, the captured moment of the reality that would become part of the fundament of FAILSAVE.

He was tired, leaning at the wall, his body and face were heavy, yet there was enough energy left to show "peace".

Afterwards I asked him if he wanted to write something inside the diary aka "Magic Book". 

And what he wrote literally destroyed me.

"Keep doing that!" - signed with his name.

He was there, as i felt - now i knew for sure. 

Since the women kept making noise of dark negativity, i felt it was time to go, there was nothing i could do... I wanted to save him, i wanted to get him out of there but i had no idea how to. The influence of the women was so strong and i didnt wanted to be the other voice in his head. I rather left knowing he would keep that good moment as his memory - And maybe it gave him hope afterwards.

When i was back at home i tried to find him on the internet. It took me a while but then i saw him: the born entertainer! He traveled from city to city without a dime, asking people for little donations, which he also shared to a kittchen for poor people and he filmed it. The way he did that: meant to be.

The video below (german) had been uploaded in 2010, when he was 32-33 years old. So the man i met was around 6 years older - 6 long years without support for his rare addition to culture, something humanity can only be proud of.

That pain...

I never wanted to show that picture or expose his story. Again: i could have never known i was going to keep the pain of him and everyone else forever inside of me - That would either eat me up or make me do something to help at least others.

It's in german language but you can see he did great!

 

 

 

 

 

 

 

 

He got a concert card for free, people liked him.

Sadly: In the end, however much people like someone, nobody likes someone that much to really make sure he is save.

I will try my best!

Zafer, falls du noch lebst und diesen Artikel ließt, kontaktier mich: 

 vimosa.failsave@gmail.com 

Vielleicht ist es nicht zu spät um dort anzuknüpfen wo du aufgehört hast.

Thank you for reading and supporting failsave.