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Voice-Actor

     Was es hier zu entdecken gibt:

- Wie ich zum Voice-Actor wurde/ Verrückte Kinder.

- Die Scham im Spagat zwischen lustig und traurig. 

     dazu: Neues Genre erfunden "Dramödie" (+Hörbeispiel)

- 8 Stimmen - Voice Acting (Beispiel unten - Exorzistenbande)

- Werke mit seriöser Erzähler-Stimme unter [Schriftsteller]

Die unten zu hörenden Projekte sind alle älter 2015-17.

 Sie ebneten den Weg zu Stand Up-Comedy 2018/19.

 
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GUTE LENKUNGAB!

Wie ihr unter "Eggy-Bewegung" vielleicht bereits erfahren habt, wurden meine kreativen Talente seither immer gegen mich verwendet, gar als krankhaft betrachtet. 

Um zu vermeiden, dass ein solcher Alptraum jemals wieder jemandem widerfahren muss, erzähle ich euch nun, was ich euch nun erzähle.

Wie? Das ist die große Frage: Wie kommt jemand aus der Unterschicht, einstig Solarium süchtiger 100 Kilogramm Pumper und daraufhin 70 Kilogramm Mosher (Skater), dazu, seine Stimme zu verstellen?

Ganz einfach: in dem er es schon immer tat.

Ich war schon sehr früh von Akzenten, Dialekten, generell von veränderten Stimmfrequenzen fasziniert. Als Kind besonders von lustigen wie dem Süd- oder Ost-deutschen - Nichts gegen Südies oder Ost-Deutsche! Ich fand als junger chaotischer Schüler einfach alles lustig und das imitieren anderer Ausdrucksweisen euphorisierte extrem. Man schlüpft mit seiner Stimme in eine gewisse Rolle der Nationalität, loggt sich in fremde Frequenzen ein und egal welche Worte man wählt, es wird zu purem Entertainment. "Gänsefleisch..." hat wahrscheinlich jeder schon ein mal gegessen. Daher ist es wohl auch durchgekaut.  Und doch scheint  immerwährendes Resteuphorisierungspotenzial vorhanden zu bleiben. Dieses "Gänsefleisch" ist zäh, wie Omas Sandale, nach 30 Jahren Dauereinsatz, wenn sie wieder ein mal durch die Luft schleudert, bis sie gegen die gewölbte Mattscheibe prallt und einen schmierigen Abdruck auf einer noch geschmierteren Fratze im Anzug hinterlässt.  Richtig, auch Oma regt sich mittlerweile über die Scheiße im TV auf.

Ich erinnere mich an bestimmte Szenen auf dem Schulhof, sehe und höre sie förmlich vor meinem inneren Auge, so klar sind sie. In diesem Moment bin ich dort, bewege mich mit einem Klassenkameraden in Richtung der Tischtennisplatte rechts von uns, die vor der Mauer zu einem Wall steht. Wir gehen daran vorbei, richtung der Parkplätze zum Schulhofausgang und kauen "das Gänsefleisch" zum ersten Mal durch, lachen und freuen uns des Lebens darüber, unserem ausgeprägtem Bedürfnis der Imitationen nachzugehen. Es war mehr als bloßer Spaß, es war Talent.

 

Doch in meinem Fall begann alles wesentlich früher. 

 

Bereits im Alter von  6-7 Jahren, verstellten wir, mein damaliger Nachbar und bester Freund und ich, unsere Stimmen mehr und häufiger, als alle anderen Kinder. Wir erfanden dabei sogar unsere eigene Kommunikationsform aus quietschenden Geräuschen, die ich heute nicht ein mal mehr nachstellen könnte. Aber um es sich vorzustellen, kann man einfach an eine gescratshte Schallplatte denken.  Was wir von uns gegeben haben, hat keinerlei Definition zu Grunde gelegen und doch haben wir wahrlich kommuniziert, sogar über weitere Entfernungen. Da unsere Geräusche nirgends sonst zu hören waren, konnten wir uns in der ganzen Nachbarschaft orten, also im Imigranten-Block, gegenüber der noch schlimmeren Hochhäuser, die einigen als Absprungplattform dienten. Aber wir hatten noch Spaß.

 

Ich weiß noch wie mein Freund unsere Geräusche jedes Mal aussendete, wenn er seine Haustür verließ oder zu entern beabsichtigte, wenn er zum Beispiel von der Schule kam. War ich zu Hause, stand ich schon wenige Sekunden darauf schräg gegenüber auf dem Balkon im ersten Stock und erwiderte die Kommunikation. Dabei haben wir oft kein einziges Wort gewechselt und uns einfach mit den Sounds beschallt und gewusst was Sache war. Also wirklich kein definierten Wort und es hat funktioniert, wir wussten wann was geht, wann wir zusammen rumhängen oder ob er erst essen müsste oder was auch immer. Auf den Punkt gebracht: Wir waren also vollkommen psychisch krank. Kinder sind psychisch krank.

10 Jahre später, litt ich noch immer an dieser Krankheit. Sowie auch mein langjähriger bester Freund. Unsere kranke Kommunikation war jedoch anders als die damalige: Sie war Fortgeschrittener. Manche 

Wortkombinationen ergaben sogar ansatzweise Sinn und lagen irgendeinem realen Wort zugrunde. Aber dessen Betonungen war ebenso so grenzenlos verrückt und hochfrequent verzerrt, wie schon damals zu Zeiten der Grundschule.  Wir haben die "Sprache" erfunden als wir ca. 15 Jahre alt waren und sie auch mit 18 Jahren noch munter angewendet - Volljährig und offiziell "erwachsen". Damit waren wir also erwiesen "Kleben-geblieben" - Und dabei war es doch ein anderer Freund - Ja, hier hört die Logik auf. Falls mein bester Freund also nicht auch schon immer vollkommen verrückt war, müsste sich meine aus der Kindheit verschleppte Krankheit also auf ihn übertragen haben. Und zwar so stark, dass er zu einer treibenden und besonders ansteckenden Kraft wurde. Und auffällig merkwürdig war auch, dass er mit ca. 16 Jahren schon mit dem Musik produzieren begann, ehe ich überhaupt darüber nachdachte oder mich dafür interessierte. Ich kam erst 6 Jahre später dazu - War zwischendurch mit Obdachlos sein und weiteren Dingen beschäftigt, die unschuldigen Kindern nach verlassen der Schule blüht. 

Worauf ich hinaus will:

Unsere Geräusche waren seit jeher eine Verzerrung der Normalität, die Verzerrung allem Bestehenden, von der sich unsere nach Kreativität strebenden Gehirne ernährten und den Weg zu weiteren Optionen ebnen konnten.  

Denkt daran, wenn ihr das nächste mal also verrückte Geräusche von Kindern oder Jugendlichen oder noch älteren hört... Diese verrückten, könnten eines Tages Diejenigen sein, die die Welt verbessern und für Rechte kämpfen. Und alle unverrückten könnten Diejenigen sein, die... Naja ihr wisst schon...

Ich erinnere mich an jeden Ursprung eines jeden Talentes. Nur anders als bei den meisten, hörte bei mir kein einziger Drang jemals auf. Egal welches Talent, egal in welche Richtung, ich musste es ausleben, bis heute, so kontrastreich es auch ist. Würde ich es nicht, wäre ich wie ein geborener Fussballer, der nie einen Ball kickte und beim Profi-Tennisspielen ständig mit den Beinen zuckt. Doch er könnte beiden Sportarten nachgehen, ohne ausgestoßen zu werden. Ganz im Gegenteil: er würde doppelt Anerkennung bekommen.

Ich schäme ich mich für den Spagat zwischen Spaß und emotionaler Musik. Und noch mehr: für den Widerspruch zum konstanten Drama meines Lebens, welches den Spaß immer wieder gänzlich verschlingt, selbst wenn meine Werke weiter existieren.

Und ich kombiniere die Geres auch noch wie kein Zweiter.

Dazu ein Beispiel: Ein Nebenprojekt zu dem 5 Stündigen Hörbuch Letabu - Meine aller erste Komödie (ACHTUNG: SEHR ALTES PROJEKT)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf Grund des erwähnten Spagates, erfand ich Ende 2017 ein neues Genre: Dramödie.

 

Damödie: Anders als bei Tragigkomödie, in der Tragödie und Komödie interagieren, verzichtet die Dramödie stellenweise gänzlich auf Komödie, beziehungsweise darauf, dem Leser/Hörer unspaßige Wahrheit vorzuenthalten. Dramödie verzichtet auf die konsequente Manipulation, die jeder anahltende Spaß einherbringt.

Falls so etwas bereits existiert, dann sicherlich nicht unter einer offiziell angemessenen Definition veröffentlicht. Dieses Genre kann es also den Offiziellen endlich ermöglichen ein vermeidlich unvermarktbares Unterhaltungswerk zu veröffentlichen, selbst wenn darin ein stetiger Angriff auf die Unterhaltung stattfindet. Denn durch das Genre Dramödie wird der "Angriff" per Definition zu Konsum.

 

Fall abgeschlossen!                           

PROFESSIONAL DRAMEDY:

Ich habe mal an Online-Dating partizipiert: Zu Beginn mit ernsten Intentionen - Ich bin schließlich auch Mann und Isolation ist einsam - doch kurz nach Beginn wurde ich zur Kreativität gezwungen, um nicht depressiv zu werden, bei dem was ich erlebte, und schrieb ein ganzes Buch darüber ~ 80-tausend Worte. SO KLINGT ES:

 

 

Und zu guter Letzt ein Eindruck meines umfangreichen Voice-Actings

 

               "Just do whatever the eff you are born for"

2017
2015
2017